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Vordruck von MAG einstellen

  • Hallo Experten,


    wie stellt Ihr den Vordruck eines Heizungs-Ausgleichsgefäßes ein? Meines ist über ein Kappenventil angeschlossen. Kann man das Druck-Ablassen Stück für Stück mit so einem Reifendruckprüfer machen, oder lieber den Fachmann fragen?
    Noch ne eventuell dumme(?) Frage: Bei meiner Berechnung nach http://www.bosy-online.de/hydr…ef%E4%DFennachEN12828.pdf kommt ein Heizungskaltdruck von ca. 1 bar raus. Damit sollte der MAG-Vordruck 0,8bar sein. Das ist nun weniger als Luftdruck. Wie bekomme ich das eingestellt?


    Danke, Carsten

  • Hallo ch71, hallo Experten,


    Auf diese Antworten bin jetzt gespannt.
    Zwar wurde das Thema schon oft behandelt, aber meiner Meinung nach liegen zwischen Theorie und und Praxis Welten.
    Die Meinungen der HB gehen auch auseinander. Die einzige Aussage verschiedener Personen die gleich war ist folgende:


    [lexicon]MAG[/lexicon] oder AD absperren und entleeren.
    Druck im Gefäß auf den gewünschten Anlagenwert +0,1 bar stellen und die Anlage füllen.
    Ventil am Gefäß wieder öffnen.


    Ich habe in meiner Anlage das so gemacht, und beide Anlagen auf gleichen Druck gestellt.
    Wie sich das ganze jetzt verhält werde ich beim ersten anheizen sehen.


    Gruss monty

  • Hallo Monty,


    wie hast Du den Druck am [lexicon]MAG[/lexicon] gemessen. Mein Monteur sagt, man bräuchte ein teures Gerät oder einen Kundendienst dazu, aber vielleicht geht es ja auch einfacher ...
    Sollte es nicht 'gewünschter Anlagedruck -0,1 bar' sein, damit im Kaltzustand schon etwas Wasservorlage vom [lexicon]MAG[/lexicon] gezogen wird?


    Carsten

  • Hallo ch71,


    Mein Monteur des vertrauens hat mit einem " Reifendruckprüfgerät " aus dem Heizungsbedarf gemessen.
    Beim [lexicon]MAG[/lexicon] verhält es sich doch so das die Membrane nicht das ganze Gefäß füllt. Das heißt unten ist Raum für Wasser.
    Ich habe ein 180l [lexicon]MAG[/lexicon] für den HV und ein 50l fürdie HZG und bin gespannt wie sich das ganze beim hochheizen verhält.
    Mein Öler hält konstant 60-70° und meine 1600l Puffer sind bei ca.20° die dann auf 80° geheitzt werden.


    Gruss monty

  • Guten Abend



    Schaust Du hier
    Sehr gut anhand von Bildern erklärt.


    Sollten danach noch Fragen sein, einfach hier im Forum schreiben.

    mit freundlichem Gruß aus der Niederlausitz


    Erik


    DC30GSE/2000 l Puffer/160 l WWB/ACD01/8m DW Schornstein 180 mm/Laddomat/Zugbegenzer/Belimo/120 m² Wohnfläche/2 Personen
    DC25GSE(long Version)/2400 l Puffer/ACD01/Viessmann 24kw Öler mit 160l WWB/Laddomat 21/Zugbegrenzer/Belimo/120m² Wohnfläche/3 Personen
    DC25GSE(long Version)2000 l Puffer/keine ACD01/Viessmann Vitola 18kw/Regelung Dekamatik/ 120m² Wohnfläche/4 Personen
    Attack DPX 25 Profi

  • Danke. Das Youtube-Video ist ganz hilfreich. Eine gute Luftpumpe oder ein Reifenbefüllgerät sollte dann fast schon reichen.
    Bzgl. des Vordrucks: Ich hatte zunächst gedacht, die verschiedenen Drücke sind absolut, aber ist ja alles relativ zum Luftdruck. Dann sind 0,8bar auch kein Problem ... Carsten

  • Ich habe da mal gelernt: Optimaler Anlagendruck= Statischer Druck + 0,5Bar // Vordruck des MAG= Statischer Druck + 0,2Bar. Der Statische Druck ist ca Höhe der Anlage vom Meßpunkt (bspw. Manometer) bis zum höchsten mit Wasser gefüllten Bereich der Heizung wobei 1Meter ca 0,1Bar entspricht. Das MAG sollte schon im kalten Zustand eine sogenannte Vorlage haben. Die größe des MAG im verhältnis zum Volumen der Anlage macht den Unterschied zwischen Druckhaltung und Sicherheit der Anlage. Ein verhältnis 10 : 1 zum bsp. ist als Sicherheitseinrichtung ausreichend wobei ein Druckanstieg bei Temperaturanstieg normal ist. Soll der Anlagendruck annährend gleich bleiben so ist das Gefäß anders zu berechnen. Es gibt da bsp. eine App von Reflex (Reflex Pro). Die Gefäße können allesamt über ein Ventil ( Autoventil ) mit Kompressor oder Pumpe alsauch mit Gefäßfüller befüllt werden.

    Atmos D20P mit Selbstbaudruckluftreinigung( seit Wochen außer Betrieb)
    Reglung: Siemens LOGO!8

    Puffer 850L und 160L WWSP

    ( meinesch reibfell ersind mei ngeistgesei gentum pferfill fälltikunk si nder lauptun ddienene ter pellusichunk
    :hacker: )

  • Hallo,
    Hier meine Erfahrung.
    Beide Kreise sind auf 1,6 bar eingestellt. Vordruck in beiden MAG 1,7 bar.
    Beim hochheizen der Anlage von ca.38° bis auf ca.80° steigt der Druck bis ca. 2,5 bar an. So isses und so bleibt es.


    Gruss Monty

  • Hallo,
    das habe ich mal in einem anderen Thread dazu geschrieben. Jeder kann seine Anlage so betreiben wie er/sie es für richtig hält.
    Eine Anlage so nahe am Auslösepunkt zu fahren wie "monty" das macht ist allerdings grenzwertig. Was mich auch immer wieder schmunzeln lässt, sind die kusierenden Stammtischformeln zwecks Bestimmung der
    Größe eines MAG`s.


    Zitat:
    "An der Auslegung der richtigen Größe eines MAG's sind viele Faktoren
    beteiligt: Ausdehnungsvolumen, Temperatur, stat. Höhe der Anlage,
    Auslösedruck des SV, Enddruck der Anlage.


    Hier ein paar Rechenbeispiele:


    Anlagengröße 1000 ltr. gesamt.


    SV-Auslösedruck: 2,5 bar


    Anlagen Enddruck: 2,0 bar


    Stat. Höhe Anlage: 7,0 mtr.


    Vordruck ist demnach stat. Höhe + 0,3 = 1,0 bar Vordruck.


    Anlagentemp. max. 90°C


    Bei Aufheizung auf 90°C = Ausdehnung ca. 3,5 % macht bei 1000 ltr. 35 ltr.
    + 0,5% von 1000 ltr. Sicherheitsvorlage = 5 ltr. = gesamt 40 ltr.
    Volumenänderung des Wassers. (Anmerkung: Sicherheitsvorlage min. 3,0
    ltr.)


    Anlagenenddruck sollte 0,5 bar unter dem Auslösedruck des SV sein. Also hier 2,0 bar.


    Nutzfaktor: 2,0 + 1,0/2,0 -1,0 = 3,0


    Größe MAG: 40 * 3,0 = 120 ltr.


    Bei einer angenommenen stat. Höhe von10 mtr. müsste das
    [lexicon]MAG[/lexicon] auf 1,3 bar eingestellt werden. Bei gleichen
    Voraussetzungen ergäbe sich dann aber ein Nutzfaktor von 4,28 was eine Vergrößerung des Ausdehnungsgefäßes auf 171, 6 ltr. notwendig macht.


    Würde man ein SV mit Auslösedruck 3,0 bar (Anlagenenddruck 2,5 bar) verwenden, dann ergäbe sich bei Beispiel 1 ein Nutzfaktor von 2,33 also 93 ltr. und bei Beispiel 2 ein Nutzfaktor von 2,92 und ca. 117 ltr.


    Ich habe hier mit Anlagenendtemp. von 90°C gerechnet weil ich denke
    110°C sind unrealistisch bei Anlagen mit soviel Wasservolumen. Niemand
    heizt seine Anlage dermaßen auf. Bei kleineren Anlagen ohne Puffer in
    EFH sollte man aber bis 110°C rechnen. Da kann es durch Überschwingung
    schon vorkommen, dass die Temp. so weit ansteigen kann. Dann beträgt das
    Ausdehnungsvolumen 5%.


    Fazit: Um ganz sicher zu gehen sollte man sich die kleine Mühe der rechnerischen Auslegung schon machen. Ist doch nicht schwer."


    Gruß Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Holzpille,


    Ich vergas zu erwähnen, das ich ein 3 bar Sicherheitsventil am HV und am Öler verbaut habe. Ich habe im HV-Kreis ein 180l Mag und im Öler-Kreis ein 50l MAG.
    Ich könnte theoretisch auf 1,0 bar Anlagendruck runtergehen, betreibe aber meine Anlage schon immer so. Bei bossy habe ich mich auch schon schlau gemacht.


    Gruss monty

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