Attack: Korrosion

  • Hallo zusammen,
    so, jetzt hab ich ROST <X .
    Ich gehe mal davon aus, dass es bei mir zur Korrosion durch Holzgaskondensat und Restfeuchte gekommen ist.


    Ich hatte gestern mal den Brennraum abgefegt und dabei ist der Handfeger unten rechts an "etwas" hängen geblieben.

    Habe dann mal alles wirklich sauber abgefegt und geschrubbert, da wurde mir nicht wohler...


    Hier die Eckdaten: Inbetriebnahme 02/2016. Verfeuert wurde seither Buche, im letzten Herbst auch für 2 Monate Kiefer. Alles gut abgelagert, Restfeuchte jeweils <18%, Rücklauftemperatur am Regumat auf 60°C eingestellt, Kesselpumpe Start bei 60°C, übliche Kesseltemperatur bei 70 - 80°C. Besondere Vorkommnisse: Einmal den Ofen auf vorhandenem Glutbett vollgelegt, aber nicht gestartet, hat dann ein paar Stunden vor sich hin gemockert, Kondensat ist "natürlich" entstanden und an der mittleren Tür auch ausgetreten, ist ca. 6 Monate her.
    Betrieben wird der W&P seit Februar mit Software 190424HC, Restsauerstoff 6,5%, AGT 165 - 175°C, Türdichtungen im Feb/März 2021 gewechselt.


    Als mögliche Ursache möchte ich mal in den Raum werfen: Evtl. war die Türdichtung unten an der rechten Ecke nicht ganz dicht, dadurch eintritt von kalter Luft, die hat die Ecke abgekühlt und es kam zur Kondensation. Das Kondenswasser ist runter gelaufen und hat sich in der Dichtschnur zwischen den Brennrausteinen und Metall gesammelt/eingesickert. Dadurch war das Metall an der Stelle lange feucht und konnte rosten.


    Ich gehe mal davon aus, dass das fotografierte Blech zum wasserführenden Teil gehört, schwierig dranzukommen (ganz schlechte Zugänglichkeit). Hat jemand/Randy ;) Bilder oder Skizzen zum wasserführenden Teil?
    Und natürlich gilt, hat ansonsten jemand Korrosion in dieser Ecke? Und wie habt ihr das gelöst?


    Grüße in die Runde - Korrosion

  • Hallo,


    da hast du das:


    13 2.4.1KORROSIONSSCHUTZ Der Kessel muss an eine Rücklaufanhebung (Garantiebedingung), welche die Rücklauf-temperatur steuern kann, angeschlossen werden. Als geeignete Lösung ist die Verwendung der Mischventileinrichtung ATTACK-OVENTROP empfohlen (Bild 3). Diese Lösung ermöglicht einen getrennten Kessel- und Heizkreiss (Primär- und Sekundär), so wird verhindert das die Kesselrücklauftemperatur unter 65 °C sinkt, und sich Kondensation bil-det, sowie Säuren und Teer sich in der Brennkammer ablagern.


    in der Bediungsanleitung wohl überlesen und da wird es schlecht ausschauen mit Garantie/Gewährleistung.
    K
    Holzkessel immer min 65°C RLT eher >68°C da bist du immer auf der sicheren Seite.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2


    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
    Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
    DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Ich sehe jetzt erstmal nur die Dichtschnur, welche sich herausgedrückt hat.
    Ansonsten ist drauf zu achten ,das der Kessel bei längeren Stillstand ,möglichst keine Asche oder gröbere Anhaftungen hat.Das saugt sich durch die Umgebungsfeuchtigkeit mit Wasser voll.Hin und wieder Anheizen ,auch im Sommer tuts aber auch .
    Die RLA wurde schon angesprochen.Die funktioniert?
    Da die Dichtsschnur schon fast draussen ist, würde ich aber nochmal drunter schauen.Nicht das es doch ein Schweißnahtproblem ist...

  • Hast du denn ab und an Druckabfall in deiner Heizungsanlage?


    Auch wenn es oft so scheinen mag, aber die Fehlerquote von defekten Kesselkörpern dürfte bei Attack in etwa gleich sein wie bei anderen Herstellern.
    Wenn dann aber der Werkskundendienst die Fehlerprotokolle einbehält, kommt beim Kaufwilligen Neukunden nichts an und die Weste bleibt schön sauber...


    Ich muss mal quer Schießen.
    Einfach mal die Autodoktoren auf youtube abonieren.
    Unglaublich was sich die Markenhersteller mitlerweile geben.
    Steuerketten und AGR Ventile sind Lizenzen zum Geldrucken für die Hersteller und Werkstätten.
    Der Endkunde würde ohne youtube und co nichts davon mitbekommen...

  • Mein SLX steht seit ca. 9 Monaten im Keller des Hauses (Neubau), war noch nie in Betrieb. Ich hab mir da mal die Schweißnähte angesehen, tatsächlich sind die sehr durchwachsen. Als Maschinenbauingenieur und begeisterter Hobbyschweißer in fast allen gängigen Verfahren traue ich mir schon zu, das zu beurteilen.
    Manche Nähte sind trotz Zwangslage sehr gut gemacht und bei anderen (oft direkt daneben) scheint der Schweißer ziemlich geschludert zu haben. Die Brennerführung oder der Vorschub scheinen wohl nicht immer ganz zu passen. Nach Roboter siehts nicht aus.


    Man könnte bei Roststellen mal über die Sommermonate eine längere Behandlung mit Leinölfirnis in Betracht ziehen. So lange es feucht gehalten wird, fungiert es als Rostumwandler, nach einigen Wochen trocknet es zu einer zähen, schlagfesten Schicht an, die ziemlich hitzebeständig ist, einige 100°C gehen hierbei durchaus i.O.

  • Ich will das auch ansich nicht wegdiskutieren. Sowas ist sehr ärgerlich wenn das Ganze verlässlich seinen Dienst verrichten soll und es dann an solch brisanten stellen Probleme gibt.


    Was ich mir aber angeeignet habe, ist , die Dinge mir genauer anzuschauen .
    Mein Kessel wird niemals überheizt und auch langsam auf Kesseltemperatur gebracht sowie Original Schamott preventiv geschützt..
    Der Kesselkörper von meinem und der meiner Eltern ist im tadellosen Zustand.
    Schweißnähte finde ich optisch beim DPX an den Lufteinlässen ebenfalls nicht gut gelungen, aber wie gesagt alles läuft soweit..


    Leider ist es ja bei fast allem so.Es muss einfach akzeptiert werden das alles seinen Wartungs und Pflegeaufwand bedarf.


    Um wieder auf die Autobranche auszuweichen.
    Wer bei aktuellen Motoren beim Ölwechsel schlampt bekommt ziemlich sicher die Quittung.Deshalb nicht Blind auf alles verlassen.Wenn der Hersteller Longlife Öl empfiehlt ,heißt das noch garnichts.
    Ölwechsel bei der Hälfte der empfehlung und die Ausgaben halten sich langfristig in Grenzen.


    Ist beim Kessel genauso.

  • Klar. Ich will auch meine Anlage so aufbauen, dass ich den Kessel vor Start mit der Restwärme aus dem Puffer vorheizen kann. Dann sind die Emissionen schneller gut, es entsteht weniger Kondensat und das Material wird u.U. nicht so gestresst. das machen ja wohl einige hier im Forum.
    Da ich ein nur 5,3kW Heizlast bei -14°C habe, wird bei mir eher selten der Kessel noch warm sein, wenn er gestattet wird.

  • Hallo,


    im Dezember 2020 habe ich einen Fröling S4 in Betrieb genommen, bin also noch ziemlich neu mit Holzvergaser.

    Ich habe mir Gedanken um Korrosion gemacht, da im Sommer der Kessel manchmal abkühlt bis 23 °C weil die Solaranlage das Brauchwasser erwärmt. Wenn man dann doch mal Holzfeuer machen muß, etwa nach ein paar Regentagen, vermute ich das wohl erstmal Kondensat entsteht und damit Rost. Daher fand ich den Vorschlag mit Leinölfirnis faszinierend. Gibt es dazu Erfahrungen, kann man dabei etwas falsch machen, bekommt die Lambdasonde etwas davon ab ?


    Gruß Tilmann

  • Hallo


    Warmwasserspeicher oder Hygienespeicher mit Solar?


    Ich lasse den Heizkessel einfach mit durch zirkulieren oder die Kesselpumpe starten (per Eieruhr).


    Manche stellen auch eine große Schale Weisskalkhydrat in den Kessel.

    Es kommt ja auch auf die umgebungstemperaturen an usw....


    Lg

  • Mein Kessel ist im Sommer meistens auch unbenutzt… ausser in diesem Retro 80er Jahre Sommer… da musste ich die letzten Tage immer mal wieder die fehlende Solarenergie aus Holz in den Boiler pumpen!

    Im Heizraum ist es bei uns immer angenehm warm und unser Kessel hat noch nie irgendwo orange-rote Roststellen bekommen!

    Klar sollte jedem von uns aber sein, dass es beim Anheizen des kalten Kessels zu Kondenswasserbildung im Kessel kommt!

    Das wird aber innert weniger Minuten bei steigender Kesseltemperatur wieder weggedampft, bevor es als Teeressig viel Schaden anrichtet… ( kommt da halt etwas auf die Stahlqualität an…) da gibt es ja im Forum Bilder von „Günstigundgutkesseln“ die feuerrote Flächen und ganze Rostabplatzungen haben… aber aus irgend einem Grund sind gewisse Kessel ja etwas teurer.,… aber das wollen gewisse Foristen wiederum nicht wahrhaben wollen!

    Früher hat unser Kaminfeger im Frühling immer eine Kesselkonservierung für teures Geld angeboten… ( für teuer Geld hat er alles mit Rostschutzöl eingesprüht, danach hat mein Grossvater nicht mehr geheizt, egal wie kalt es danach wurde….)

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
    Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 6 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb.
    Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
    Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Der Sonde ist das wurscht, ob der Füllraum mit Leinölfirnis behandelt wurde. Es sollte halt min. einen Monat trocknen (die ersten Wochen denkt man, es würde nie fest, aber irgendwann mit viel Geduld ist es so weit).


    Ich überlege, das bei mir auch gleich von Anfang an zu machen. In einem HV habe ich Leinölfirnis noch nie verwendet, aber dafür umso mehr bei Oldtimern und auch für die Holzbehandlung.

  • Ich denke mal die haben schwefelhaltigen Kesselstahl verwendet. Liefern gerne die Russen hatten deutsche Firmen auch schon unliebsame Überraschungen erlebt.

    Habe heute unseren S 4 mit über 7130 Betriebsstunden ausgesaugt da sieht es so aus.

    Etwas Rost ist ja normal aber sollte sich in Grenzen halten.

  • Ja Ruedi, deine Bilder überraschen mich aber trotzdem!

    Dein Fröling ist ja auch in allen „Rostfarbnyancen „ farbig!

    So sehen meine Einhängebleche und die Kesselwände aber nicht aus!

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.
    Werkzeug: Meili DM 36 Traktor, Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 6 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb.
    Anlage kann jederzeit besichtigt werden!
    Spezielles: Offene Anlage mit 180 l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Post by Alexand3rSchwab ().

    This post was deleted by fme81: Sinnlose Beiträge - Spamvorbereitung ().
  • > Warmwasserspeicher oder Hygienespeicher mit Solar?


    Letzteres.


    > Ich lasse den Heizkessel einfach mit durch zirkulieren


    Umso schneller ist die Wärme aus dem Puffer weg ... und ich müßte in die Regelung eingreifen, was ich vermeiden möchte.


    Was würde passieren wenn das Leinölfirnis noch nicht trocken ist und man heizt den Kessel ? Trocknet es dann nicht beim aufheizen ?

  • Hallo


    Die aktuelke Solar Wärme in deinem Hygienespeicher ist doch Gratis?


    Meine Mini Solarthermie mit 7,2m2 Brutto juckt das bisschen Heizkessel überhaupt nicht,ganz im Gegenteil. Die Heizkreispumpe für diverse Bauteil Aktivierungen läuft ab 60°c auch noch mit.


    Lg

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