An alle Tichelmann Experten ich bitte um eure Hilfe

  • Guten Abend


    Ich bin Oliver und komme aus der Nähe von Siegen.


    Ich kann mich leider heute nicht ausgiebig vorstellen da ich Probleme mit meinem Heizungsumbau habe .


    Ich betreibe einen Holzvergaser von Fröhling mit einem Hauptpuffer und habe 4 zusätzliche Pufferspeicher nachgerüstet welche nach Tichelmann verrohrt sind.

    Ich habe mich lange mit dem Thema befasst und hab auch sehr lange an der Umsetzung gearbeitet.

    Heute habe ich zum ersten Mal angeheizt und dabei bemerkt das die Speicher nicht gleichmäßig geladen werden.

    Der erste Speicher mit dem kürzesten Vorlauf und dem längsten Rücklauf wird am heißesten. Der vierte Pufferspeicher mit dem längsten Vorlauf und dem kürzesten Rücklauf wird am wenigsten warm.


    Ich weiß mir keinen Rat mehr worann es liegen könnte.


    Meine einzige Vermutung ist, da ich die extra Rohr Schleife nicht im Rücklauf sondern im Vorlauf gemacht habe, daß es evtl. daran liegen könnte.


    Ich will aber ungern auf Verdacht das ganze Wasser wieder raus laufen lassen.


    Ich hoffe das es hier einige Experten oder auch selbst Tichelmann Besitzer gibt die mir vielleicht einen Tipp geben können was ich besser machen könnte.


    An dieser Stelle schon einmal ein herzliches Dankeschön

  • Meine einzige Vermutung ist, da ich die extra Rohr Schleife nicht im Rücklauf sondern im Vorlauf gemacht habe, daß es evtl. daran liegen könnte.

    Hallo,


    genau da liegt das Problem. Vorlauf direkt an die Puffer anschließen und den Rücklauf mit Schleife zurück zum Kessel.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Warum nicht einfach seriell zusammenhängen?

    Damit wären die Büchsen oben nicht immer bis zum letzten Liter heiss?

    Du kannst noch so gut dämmen, aber du verlierst sicher mehr Wärme mit deiner „parallelen“ Verschaltung!

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 6 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Moin Moin!


    Lade die Puffer erstmal richtig durch.

    Ich denke, dass sich die Ungleichheiten während des Ladens verringern werden und dann sogar komplett verschwinden.

    Der Grund:

    Der anfänglich heißeste Puffer wird dann den höchsten Gegendruck durch den Schwerkrafteffekt aufbauen und dadurch seine eigene Beladung drosseln.


    Meiner Meinung nach ist es egal, ob die Schleife im Vorlauf oder im Rücklauf ist.

    Aber ich lasse mich hier auch gerne vom Gegenteil überzeugen.


    Ich denke, das Problem wäre bei der Realisierung richtiger Thermosiphons nicht vorhanden.

    Kurz gesagt:

    Jetzt biegt halt das heiße Wasser gleich bei der ersten Gelegenheit nach oben ab.


    MfG Hans

  • Vielen Dank für die Antworten


    Ich denke auch das ich jetzt erstmal Ruhe bewahren sollte.

    Ich will erstmal mehrmals die Puffer laden und endladen.


    Ein richtiges Thermosiphon ist es nicht, das stimmt.

    Ich hatte die Befürchtung das wenn die Rohre vom Puffer aus erst nach unten gehen, dann nach oben und wieder nach unten zu dem Verbindungsrohr, das ich die Luft nicht da raus bekomme .


    Gruß Oliver

  • Hallo Oliver,

    ich kenne Tichelmann als "System gleicher Strömungswiderstände" (respektive jeweiliger Druckdifferenz), insofern ist es egal, ob sich der Vorlauf oder der Rücklauf irgend wo "herumschlängelt". Was die Volumenströme angeht, dürfte es jedoch von Vorteil sein, wenn sich der Vorlauf Schritt für Schritt im Querschnitt (Nenndurchmesser) "verjüngt", der Rücklauf dementsprechend genau so im Querschnitt "verstärkt" - dies fördert eine gleichmäßige Verteilung der Volumenströme. Nachträglich könnte man dies durch eine Volumenstrom-Einstellung mittels Ventile/Schieber im zugehörigen Vor- und/oder Rücklauf jedes Speichers bewerkstelligen.

  • Hallo,

    Wenn du die Puffer parallel schalten willst, würde ich nur die beiden mittleren Puffer mit dem Kessel verrohren-dann sind die Rohrlängen gleich.

    Aber alle Puffer mit Verbindungsstücken parallel verbinden (aber nicht nur oben und unten, sondern soviele wie am Puffer vorhanden).

    Achtung: Vor- und Rücklauf der Entnahme nicht am gleichen Puffer, sondern z. B. Vorlauf innerer linker Puffer, Rücklauf innerer rechter Puffer. Dann dürfte die Einschichtung hinhauen und bei der Entnahme die Grenzschicht ziemlich auf einer Linie liegen.

    Ansonsten wie beteits schon gesagt wurde die Puffer in Serie verrohren-was ich persönlich auch favorisiere...

    Gruss

  • Vielen Dank für die Antworten


    Es bleibt definitiv bei dem Tichelmann System weil ich dies für meinen Anwendungsfall am besten finde.


    Wie gleich müssen denn die Teilstrecken zu den einzelnen Puffern sein?

    Ist eine Toleranz von 10cm in Ordnung oder ist das schon zu viel?


    Gruß

  • Die Idee mit den Kugelhähnen finde ich echt gut .


    Vielleicht könnte man in alle Rückläufe Kugelhähne einbauen und so den Puffer der beim laden zu schnell warm wird bzw beim Entladen zu schnell kalt wird, ein bisschen eindrosseln damit der Volumenstrom bei den anderen Puffern höher ist .


    Was haltet ihr von der Idee?

  • Vielleicht wären Strangregulierventile besser als Kugelhähne🤔

    Hallo,


    wie es zuvor schon erwähnt wurde ist die parallele Anbindung die "schlechtere" Verschaltung von mehreren Puffern. Die serielle Verschaltung der Puffer ist die unkompliziertere und wirtschaftlichere Verbindung. Bevor hier jetzt teure Regulierventile oder sonstige Umbauten getätigt werden, empfehle ich dir den kurzen und schmerzlosen Umbau auf eine Reihenschaltung. So halten sich auch die Wärmeverluste bei Teilbeladung in Grenzen.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Moin Moin!


    Wie haben sich denn nun die Temperaturunterschiede während der vollständigen Pufferbeladung und -Entladung entwickelt?

    Haben sich die Temperaturen bzw. Grenzschichthöhen angeglichen?


    Bitte auch daran denken, dass es prinzipiell drei funktionierende Varianten der Pufferverschaltung gibt:

    • Reihenschaltung
    • Parallelschaltung nach Tichelmann
    • Parallelschaltung durch Verbindung der Puffer untereinander auf allen Schichtebenen (Prinzip: korrespondierende Röhren)

    Siehe Anhang:

    Schaltungsvarianten Pufferspeicher.pdf


    MfG Hans

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