Ist eine Wärmepumpe überhaupt sinnvoll? Kostenseitige und Umwelttechnische Betrachtung;

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  • Nicht alles, was man sich anschafft,muss sich rentieren.

    Weder bei der Art der Heizung noch ob innerhalb eines Systems Premiumpreisklasse oder Economypreisklasse.

    Wer mehr Geld ausgeben will und kann, wird es tun. Ob es sich amortisiert oder nicht.

  • Un das mal in ein anderes Universum zu heben:

    Nach Fred's Argumentation muss man sich immer einen Dacia kaufen, da der sich gegenüber einem VW oder Audi halbwegs Armortisiert. Machen manche, aber viele eben nicht, weil sie eben Komfort wollen, Annehmlichkeiten usw.


    Ums wieder zurück zu holen:

    Eine FBH mit engem Rohrabstand, die den Boden bei 26 Grad Systemtemperatur nicht überhitzt, ist immer mehr Komfort als ein Haufen Infrarot Platten die nicht alles erfassen. Das wäre der Dacia, die FBH eben der VW.


    Niemand muss das machen.


    Eine WP mit Tiefenbohrung würde ich mir auch nicht reinhängen, da habe ich keine Ahnung, wie lange die Bohrung hält.


    Aber für 5000 Euro ne Panasonic LWP, die bis 3 Grad mit Faktor 3 heizt, warum denn nicht? Als Bivalente Anlage?


    Diese extremen Abneigungen und Argumentationen für und wieder verstehe ich nicht.


    Vg

  • Den Dacia und VW - Vergleich finde ich super.


    Warum:

    Habe selbst einen Dacia und einen VW-Polo;


    Der Dacia läuft seit Jahren völlig problemlos.


    Der VW-Polo hat nach 8 Jahren bereits das dritte Abgasrückführventil, das einmal auf Kulanz getauscht wurde.

    Nach heftigem Schriftverkehr... mit VW...


    Der zweite und der dritte Abgasventilwechsel mußte dann aus eigener Tasche mit 1200.- Euro bzw. und 1600.- Euro bezahlt werden.


    Kann nun sein, daß mancher daraus etwas lernt??

    Oder einfach weiter kauft wie bisher... ist doch auch o.k. ... nichts dagegen... wenn genug Geld vorhanden ist??




  • Der Autovergleich hinkt nicht nur, der braucht schon einen Rollstuhl. Nur weil ein Auto günstig ist und wenig Extras hat, ist die Heizung noch lange nicht schlecht. Ich bin schon Autos gefahren, die ein Vielfaches eines Dacia kosten und deren Heizung war teilweise miserabel.


    Mir persönlich ist es wurscht, wie jemand seine Bude warm bekommt und sich darin wohlfühlt. Ob er dafür Öl, Gas, Kohle, Holzscheite, Strom oder Pellets benutzt, soll jeder selbst entscheiden. Solange er nicht das Totholz, was er gerade aus dem Sumpf gezogen hat, seine alten Gummistiefel oder die Überreste seiner Oma in den Ofen schiebt, interessiert mich das nicht.

    Das Thema Finanzen spielt aber sehr wohl eine Rolle. Solche Aussagen, daß sich solch eine Anschaffung "nicht rentieren muß", erwarte ich von Politikern oder Menschen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. "Normale" Menschen müssen ihre Finanzen im Griff haben und da werde ich mit Sicherheit nicht über 100k Euro in mein Haus investieren, damit es mit einer Wärmepumpe funktioniert, wenn das anders viel günstiger geht, bei mir z.B. mit ~22k Investition, ~12k nach Abzug der Förderung. Mit dem gesparten Geld könnte selbst mein Erbe noch Pellets kaufen.

  • Ja, das fände ich auch nicht gut, wenn es einen Zwang zur Anschaffung in dieser Größenordnung der Investition gäbe.

  • Als Pelletheizungs- und PV-Anlagenbesitzer mit Batterie mit kleineren bis sehr viel größeren Überschüssen von Ende Februar bis Ende Oktober grüble ich auch hin und her, wie man den in Österreich nur gering vergüteten Strom besser selber nutzen könnte.


    Eine Idee ist die Installation von Multisplit-Klimageräten in den Räumen des Hauses. Diese wären im Sommer wie in der Übergangszeit eine spannende Idee zur Verbesserung der Lebenssituation. Bei Tagesaußentemperaturen von 5 bis 10° C ist der COP richtig gut und man kann mit wenig Strom einiges bewirken.


    Daher studiere ich, welche Produkte gut, ästhetisch erträglich, haltbar und leise sind und wie ich die Kältemittel- und Stromleitungen möglichst unsichtbar verlegen könnte. Mit zwei Außengeräten und 5 Innengeräten bewegt man sich halt auch schnell in der 5.000-Euro-Region.


    Nur fürs Heizen ist solch eine Investition natürlich völlig unwirtschaftlich.


    Bei einer Lebenserwartung von 15 Jahren sind das doch rasch über 500 Euro im Jahr, wenn man keine Selbstmontage durchführen will oder kann. Und mehr als eine der gut drei Tonnen Pellets, die wir jährlich verheizen, werden damit nicht einzusparen sein.


    Allerdings gibt es dann auch den Nebennutzen, dass man die tageweise schon recht warmen Räume des Dachausbaus ein wenig angenehmer temperieren könnte.


  • das hat ein Freund vom mir aus den genau gleichen Gründen jetzt auch gemacht, für eine richtige WP Lösung war nicht genug Geld da, also hat er ein Außengerät mit einigen Innengeräten installieren lassen, bekanntes asiatisches Markenfabrikat.


    Ergebnis:


    Taugt zum Kühlen im Sommer gut. Nutzt er im Sommer für Schlafzimmer und Wohnung DG.


    Die Heizoption via Heißluft in der Übergangszeit oder Winter wird wohl kaum oder eigentlich gar nicht genutzt (wegen wird als unangenehm empfunden, nicht so wie gedacht/erwünscht, nicht richtig brauchbar, Wärmeverteilung schlecht ?) - was auch immer. Es läuft die Zentralheizung.


    An der Optik innen und aussen könnten sich empfindliche Geister stören - eher bescheiden.


    Als Nebeneffekt gibt es einen obligaten Wartungsvertrag (Garantieerhalt!) für die jährlich erforderliche Wartung an jedem der Geräte, für mittleren 3stelligen Betrag p.a.


    Weiterer Nebeneffekt ist der Sound der Außeneinheit (nur wenn die Anlage unter Last läuft) -> wird sie zum Brüllwürfel. Das hat mich wirklich überrascht bei so einem neuen Teil.

  • Ja, das ist alles zu bedenken. Betriebsgeräusch (besonders außen!), Optik, "Lebensgefühl" mit einer Warmluftheizung.


    In meinem Unternehmen betreibe ich insgesamt 7 Klimageräte: von Toshiba (ganz klein) über Daikin (2x klein), Samsung (4x größer). Alles keine Billiggeräte, Inverter-Geräte, eher die bessere Mittelklasse, keine überteuerten Design-Teile.


    In meiner 25-jährigen Selbstständigkeit sind insgesamt schon 2 LG und 2 Samsung (alle mittelgroß) auf verschiedene Arten kaputtgegangen, trotz im Gewerbe vorgeschriebener jährlicher Wartung. Auch einen Motorschaden an einem relativ jungen Innengebläse hatten wir schon.


    Teilweise verwenden wir die auch zum Heizen, wenn wieder mal die Fernwärme zickt oder am Wochenende die Bude ungeheizt ist, aber gearbeitet werden muss. Das funktioniert rein technisch erstaunlich gut, das "Geknurre" des Außengeräts, das sich ein wenig auf die Wand überträgt, ist aber überall tatsächlich nicht zu unterschätzen.


    Jährliche Wartung würde ich mir sparen, wenn es im Privatbereich nicht nötig ist. Das Reinigen der Wärmetauscher kann ich selber und das Kältemittel ist entweder drin (alles okay) oder eben nicht (das Gerät ist eh in kürzester Zeit kaputt). — Wenn ich sehe, wofür ich im Untenehmen jedes Jahr einen Tausender bleche, dann blutet mein Dagobert-Duck-Herz.

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